Restonica Trail Korsika 08.07.2017 der Rennbericht

Tavignanu Trail Corte Korsika

Registrierung

Ich kam am 06.08.2017 nach Corte, der heimlichen Hauptstadt Korsikas mit meiner Familie an. Nachdem wir unser Zelt auf dem Campingplatz Restonica den ich sehr empfehlen kann (kultur, günstig, zentrumsnah und sauber) aufgebaut hatten, machten wir uns auf in das den Casino Supermarkt zu Registrierung und zum Check der Pflichtausrüstung. Hierbei gilt es zu erwähnen, das zum Start bei dieser Veranstaltung ein Medizinisches Zertifikat zur gesundheitlichen Eignung nötig ist. Dies hatte ich ja bereits nach meinem Ausscheiden aus dem GR20 nach der Regeneration beim Arzt in Korsika (Bastia) machen lassen. Kosten 25 Euro. Registrierung und Kontrolle der Pflichtausrüstung ging ohne Probleme und lange Wartezeiten von statten. Dieser Part war schon einmal sehr gut Organisiert. Am Samstag den 08.07.2017 startet der Tavignanu Trail über 33 Kilometer um 06:30 Uhr auf dem Marktplatz in Corte.

die strecke

Zu Korsika und der Strecke möchte ich ganz kurz ein paar Worte verlieren. Wer noch nicht auf Korsika war und vielleicht mit dem Gedanken spielt dort am Wettkampf teilzunehmen, dem empfehle ich folgendes: "Lieber tief stapeln, als mega auf die Fresse fallen!" Es gibt dort Folgende Stecken zur Auswahl: 15km 630Hm+/33km 2600Hm+/69km 4000Hm+/110km 7200Hm+. Die Strecken und das Gelände und das Klima ist in keinem Fall zu Vergleichen mit selbigen in den Alpen. Ich sage nur vieles was ich schon gesehen habe ist dagegen Kindergeburtstag. Es ist heiß und hart! Aber super schön!

Der start

Am Samstag den 08.07.2017 um 06:30 Uhr fiel der Startschuss in einer absoluten Gänsehaut Atmosphäre für den Tavignanu Trail. Zunächst führte die die Strecke ca. 1,5km in leichter Steigung vom Marktplatz Corte über die Zitadelle hinaus aus der Stadt in Richtung Tavignanu Valley. 

Die Strecke

Nach dem die Stadt verlassen wurde ist es vorbei mit Lustig und es geht in einen ca. 6 Kilometer langen mit 1300 Höhenmetern gewürzten Anstieg.  Bevor es im Anschluss in einem kurzen Downhill zum ersten Verpflegungspunkt Padule geht. Die Strecke führt dann weiter im stetigen Anstieg auf die Bocca Canaglia. Hier folgt wieder ein Downhill in eine Ebene mit leicht welligen Profil. Die Wege bestehen aber in 99% aus losen Bruchgeröll.

Bei Kilometer 15 erreicht man hier nie Verpflegungsstelle Nr. 2 Boniacce. Es ist wichtig immer die Flüssigkeitsvorräte aufzufüllen, denn die Temperaturen liegen bereits bei 33°C. Weiter geht es in  einem langen Abstiegt der sehr rhythmusunfreundlich ist in den Sektor Sega. Bei stetigen bergab ist viel Trittsicherheit gefordert sonst sind ruck zuck die Bänder gerissen oder das Knie verdreht. Ab hier geht es in einem schier endlosen Serpentinenanstieg durch einen Schwarzkiefernwald. Stöcke sind hier ein absolutes Muss sonst platzen dir die Oberschenkel weg! Bei Kilometer 20 wartet dann die nächste Verpflegungsstelle Azlu mit einem Kontrollpunkt auf einem Hochplateau. Ab hier geht es laut Streckenprofil im stetigen Downhill dann auf die letzten 13 Kilometer nach Corte. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen, die Wege gestallten sich wellig und das Geröll bleibt felsig und rutschig! Sturzgefahr besteht ständig! Nach weiteren 6km erreicht man die letzte Verpflegungsstelle Russulinu bevor es dann wieder Richtung Corte geht. An dieser Verpflegungsstelle darf man erst passieren wenn alle Flüssigkeitsvorräte 100% aufgefüllt und die Bekleidung komplett mit kalten Wasser benetzt sind. Ich stellte mir die Frage: "Wozu es sind ja nur noch 9 Km?" Zwei Kilometer später wusste ich warum...! Die Strecke führt direkt durch das Valley in Richtung Corte und es fühlte sich an als ob jemand den Grill auf höchster Stufe angestellt hätte. Meine Uhr zeigte 44°C an. Man hat das Gefühl man verbrennt. Die Strecke zieht sich ungemein, aber das Ganze geschieht in einer unfassbar schönen Landschaft!

Zurück in Corte

Nachdem man das Valley verlassen hat führt die Strecke umgekehrt zum Start wieder über die Zitadelle zurück über die Treppen auf den Marktplatz von Corte wo ich bei einer super Stimmung im Zielbogen empfangen wurde

Was für ein Rennen, mein bisher härtester Wettkampf

Ich hatte Gänsehaut, es war emotional als ich meine Frau und Tochter wieder in die Arme schloss! Ich wär glücklich, aber vollkommen fertig!

FAZIT

Es ist ein absolut top organisierter Wettkampf mit super Verpflegung. Wenn man bedenkt das über die Hälfte der Verpflegungsstellen mit dem Hubschrauber versorgt werden müssen ist es schon ein Hammer nur 45€ Startgebühr zu bezahlen. Die Helfer auf der Strecke waren super freundlich, sie entnehmen dir die Flaschen aus der Weste und befüllen dir Diese. An den VP´s gibt es Wasser, Cola, Schokolade, Kekse, Korsischen Käse, Schinken, Orangen und Nüsse. 

Ich kann diese Veranstaltung 100% weiterempfehlen! Geile Trails in geiler Landschaft mit super Menschen !

Wer es raus und steil mag ist hier genau richtig!



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