Trailrunning

Freiheit und Spirit

Trailrunning kommt mehr und mehr in Mode und wird publikumswirksam vermarktet. Jedoch steckt im Trailrunning oder besser gesagt beim laufen querfeldein fernab befestigter Straßen und Wege noch mehr dahinter. Trailrunning bedeutet Freiheit, losgelöst von Grenzen zu sein, Spaß zu haben und die Natur in ihrer ehrlichsten Form wahrzunehmen. Hierzu gibt es eine Redewendung : "Wenn jemand sagt, es geht nicht! Denke immer daran, es ist sein Limit, seine Grenze! Nicht deine!" Beim Querfeldeinlauf, ist es auch der Spirit, das Animalische, das sich Einlassen auf das Unbekannte. Denn oft weiß man als Trailrunner nicht, wenn man einen Wald quert oder einen Berggrat hinauf läuft was hinter der nächsten Scharte auf einen wartet. Als Trailrunner, der bekanntermaßen zu den Bergsportlern zählt, bedeutet es auch Verantwortung zu übernehmen! Egal ob beim Training oder beim Wettkampf, man muss sich mit dem territorialen Wettergeschehen, Verpflegung, Ausrüstung und dem Gelände auseinandersetzen. Oftmals werden kleine Fehleinschätzungen direkt bestraft. Es ist einfach völlig anders, als beim konventionellen Lauf auf einer Asphaltstraße in der Stadt. Hier besitzt man die Möglichkeit jederzeit aufzuhören, einen Supermarkt anzulaufen oder sich bei einem Wetterumschwung unterzustellen. Auch ohne diese Vorzüge gibt einen die Natur auf dem Trail sehr viel zurück, man wird Tiere, Vegetation und Wettergeschehen wahrnehmen die man bei einem urbanen Lauf niemals zu Gesicht bekommt. Man bewegt sich in der Natur, auf dem größten Spielplatz den wir als Menschen haben. Wenn wir mit diesem Spielplatz behutsam umgehen, mit den dort herrschenden Gefahren objektiv einschätzen, dann wird uns die Natur immer als sanfter Freund die Hand entgegenstrecken. 


Trailrunning als Sport

Merkmale

In enger Beziehung mit dem Traillauf steht der Crosslauf, bei dem es ebenfalls darum geht, sich laufend durch profiliertes Gelände zu bewegen und natürliche Hindernisse zu überwinden. Allerdings werden Crossläufe in der Regel auf einem gesondert abgesteckten Parcours von 1 bis 2 km absolviert, während für Trailläufe bereits vorhandene Wege und Pfade in der Natur verwendet werden.

distanzen

Trailläufe werden meist über längere Distanzen als Crossläufe durchgeführt, oftmals mit Streckenlängen, die auch im Bereich des Straßenlaufs populär sind z.B. über die Halbmarathon, Marathon und Ultramarathondistanzen. Früher hingegen wurde als Unterschied zum Crosslauf die nicht vorhandene Streckenvermessung benannt, die sich jedoch in der zeitlichen Ära des GPS erübrigt hat. 

 

  • Halbmarathon
  • Marathon
  • Ultramarathon
  • Mehrtages Etappenrennen 
  • Non Stop Races
  • Sky Races

 

Bei den derzeitig angebotenen Trailveranstaltungen sind der Phantasie in Form von Länge, Schwierigkeit sowie dem Zutritt keine Grenzen gesetzt. Es werden Non Stop Races über Distanzen von 600 bis 800 Kilometern mit zehntausenden Höhenmetern im Auf- und Abstieg angeboten oder wie bei den Sky Races, wo sich Athleten im hochalpinen, absturzgefährdeten Gelände unter Beweis stellen müssen.

 

Sportverbände

Seit dem das Trailrunning immer mehr Popularität im nationalen und internationalen Raum erlangt hat, gibt es auch für diese Art von Sport sogenannte Dachorganisationen.

 

 

Um nur einige zu nennen, gibt es für jedes Land eine sog. "Trailrunning Association" und auf dem internationalen Sektor die sog. "International Trailrunning Association" In Deutschland selbst gibt es derzeit noch keine eigene "Trailrunning Association", diese Aufgabe übernimmt die deutsche Ultramarathon Vereinigung (DUV). Diese Institutionen dokumentieren die bei einem Rennen erlangten Punkte. Des Weiteren unterstützten und vertreten diese Vereinigungen den Sport auf nationaler und internationaler Ebene. Die Trailrunning Association ist zusammenfassend auch für das gesamte Wettkampfreglement zuständig.

qualifikation

Für einige Trailveranstaltungen benötigt man zur Teilnahme Qualifikationspunkte. Diese Qualifikationspunkte müssen über einen bestimmten  Zeitraum und einer bestimmten maximalen Anzahl von Rennen erlangt werden.

 

Anhand des Ultramarathon de Mont Blanc (UTMB) mache ich ein Beispiel für die Qualifikation:

UTMB 170 Kilometer 10223 Höhenmeter im Aufstieg.

Um die Qualifikation zur erlangen benötigt der Athlet innerhalb von 24 Monaten 15 Punkte aus maximal drei Rennen.

Die Punkte werden bei Trailveranstaltungen nach Länge und Schwierigkeit in eins bis fünf Punkte unterteilt. Hat er Athlet die 15 Punkte erlangt, kann er sich für das Folgejahr beim UTMB bewerben.